Autor Thema: Wahrscheinliche HIT diagnostiziert... was nun?  (Gelesen 3087 mal)

Offline Nemi83

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Wahrscheinliche HIT diagnostiziert... was nun?
« am: Februar 11, 2011, 08:29 »
Hallo!

Toll das sich Leute die Arbeit machen so eine Plattform für Leute mit Lebensmittelintolleranzen zu schaffen :-)


VORGESCHICHTE
Kurz zu mir und meinen Problemen:

Von klein an habe ich Probleme mit der Verdauung... bei mir wurde glaub ich mit ca. 10 Jahren Gastritis diagnostiziert... ich habe einen übersäuerten Magen wurde mir gesagt. Seit jeher pass ich also auf was ich esse (zu fett, zu süss, zu viel Alk ->  :wc: ).

Seit rund 10 Jahren hab ich zusätzlich das Problem das ich dauernd im HNO Bereich verschleimt bin... es war bisher nicht akut... nur eine dauernde Belästigung... mit dem Problem bei mehreren Ärzten gewesen -> keine Besserung/Diagnose. Es wurde nur eine Allergie gegen den 7 Gräser Mix festgestellt.

Letzten Sommer nun hab ich zu einem scheinbar harmlosen Schnupfen eine Nebenhöhlenentzündung bekommen -> ab zum Hausarzt der mir nach einem Röntgen Antibiotika verschrieben hat. Diese haben nix geholfen also bin ich zum HNO. Der meinte das käme von einer Allergie wegen der neuerlich festgestellten 7 Gräser Allergie (obwohl ich kund tat nicht daran zu glauben weil ich über das ganze Jahr verschleimt bin). Habe für 2 Wochen ein Antiallergikum bekommen (ka mehr was das war) und einen Cortison Nasenspray. Etwas besser ists geworden aber nicht ganz gut. Hatte dann erst mal genug davon und halt damit weiter gelebt.

Zu Silvester hatte ich (sehr) gut über den den Durst getrunken... (großteils Bier und Sekt) woraufin mir ca. eine Woche lange schwindlig war... was schon etwas seltsam ist und zunehmend Kopfschmerzen bekam. Eine Woche darauf Geburstagsfreier von einem Freund (Rotwein/Käse/Bier/Erdnüsse). Kurz darauf waren meine Kopfschmerzen so schlimm das ich mit dem Verdacht auf Stirnhöhlenentzündung einen anderen HNO aufgesucht habe mit der Bitte zu klären warum ich seit Jahren verschleimt bin.
Dieser hat sich mal die Zeit genommen und sich alles genau angesehen, meinte jedoch das bis auf meine Nasenscheidewand und meine anatomisch verengen Nebenhöhlen (Schädel CT) meine Nase in Ordnung wäre. Nur der Rachen sei seltsam verschleimt. Abstrich gemacht und auf Pilz untersucht -> Pilz ist es nicht.
Dieser HNO meinte ebenfalls es sei eine Allergische Reaktion, er wisse nur noch nicht auf was.

Als ich Tage darauf mit schoko überzogene Haselnüsse gegessen hatte, bekam ich seltsam angeschwollene Lippen was ich doch sehr seltsam fand da ich eigentlich nie Probleme mit Nüssen hatte...
Also mal Dr. Goolge bemüht und herausgefunden das sehr viele meiner unspezifischen Symptome auf HIT passen würden. Zudem hat mein Vater auch eine HIT was bei ihm erst mit knapp 40 herausgefunden wurde (plötzlicher Hautauschlag nach Hartkäse). Seine Mutter hat angeblich auch HIT.


IST SITUATION
Den HNO davon überzeugt mich darauf zu testen -> DAO Wert von 7


Scheinbar habe ich also eine HIT... ich nehme nun an, dass aufgrund der zusätlichen Belastung der 7 Gräser Allergie im Sommer eine zusätzliche Verschleimung statt fand um Silvester rum der Alkohol Konsum quasi einen Histamin Schub verursachten mit Steigerung der Symptome?

Verschrieben bekommen hab ich vom Arzt nun Allernon 10mg, ich solle davon eine täglich nehmen. Ich habe nun vor diese einmal Morgens zu nehmen (heute die 2. genommen). Und hoffe damit auf eine baldige Besserung.

Ich habe mir Informationen darüber zusammengesucht was ich nun essen darf und was nicht... und bin zu dem Beschluss gekommen mir das Essen wohl abgewöhnen zu müssen o_0

Kann mir jemand Tips geben oder sagen ob die jenigen Nahrungsmittel die ich fast täglich esse für mich schlecht sind?

Frühstück: 5 Tage die Woche 2 Doppelbrote mit Brunch Aufstrich (früher mal öfter eine Tomate dazu... sollt ich wohl jetzt lassen)
Vormittag: Obst... meist einen Apfel... früher auch öfter Bananen (meist etwas reifere)
zu Mittag: Ein Menü das ich auf Arbeit bestelle... sollte ich wohl in Zukunft Käse, Sauerkraut und Tomaten meiden.
Abends: Ein Müsli (glaub von Dr. Oetker) mit bischen Schoko und ein paar Nüssen darin. (gestern ca. 20 Minuten danach Kopfschmerzen und etwas taube/geschwollene Lippen bekommen.)

Am Wochenende normalerweise 2-6 Bier.

P.S.: Könnte es auch sein das mein niedriger DAO Wert von einem entzündeten Darm her kommt? Aufgrund meiner Verdauungsprobleme hab ich eigentlich IMMER einen zu weichen Stuhl... was doch eigentlich für eine schlechte Darmflora spricht?
Kann das ein Arzt feststellen... denn ehrlich gesagt hab ich in unsere Mediziner schon völlig das Vertrauen verloren... immer werden nur Symptome behandelt... zugehört wird ohnehin nicht... hauptsache man wird ein paar Rezepte an den Patienten los :/


« Letzte Änderung: Februar 11, 2011, 09:01 von Nemi83 »

Offline sandra

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Re: Wahrscheinliche HIT diagnostiziert... was nun?
« Antwort #1 am: Februar 11, 2011, 09:24 »
hallo und herzlich willkommen hier...

dir ging es also ähnlich wie vielen von uns...von einem arzt zum anderen und es dauert eine ewigkeit, bis einer draufkommt, was man hat!

ich würde dir folgendes raten:

1. mach dir nicht allzu viele gedanken, was du essen darfst und was nicht. ich hab mich zum schluss so eingeschränkt und mir so viele gedanken gemacht, dass ich dann sehr frustriert war. außerdem kann das essen so zu stress führen und durch stress wird histamin ausgeschüttet!

2. stell deine ernährung um. wichtig: histamin kannst du nicht aus deiner ernährung streichen (immerhin kommt es fast überall vor und auch dein körper selbst bildet histamin). achte besonders darauf, die sehr histaminhältigen lebensmittel zu meiden wie z.b. tomatensauce (frische tomaten werden manchmal vertragen), hartkäse, konserven, wurstwaren... außerdem ist es wichtig, dass du frische lebensmittel isst...d.h. mit dem täglich essen gehen wird es schwierig. ich muss z.b. mein essen selbst im büro frisch kochen - etwas anderes vertrage ich noch nicht!

3. führe weitere untersuchungen durch z.b. laktose- und fruktosetest. ev. auch eine stuhluntersuchung machen lassen und vielleicht auch eine magen-darm-spiegelung.

ich hoffe dir ein bisschen geholfen zu haben...wünsch dir viel glück für deine umstellung.

Offline Carina

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Re: Wahrscheinliche HIT diagnostiziert... was nun?
« Antwort #2 am: Februar 11, 2011, 10:58 »
 :welcome:

Was auch vielen hilft ist ein Tagebuch zu schreiben.
Also Uhrzeit, ungefähr wiviel und was du gegessen hast und wenn du Symptome hast die auch mit Uhrzeit aufschreiben.
Oft sieht man dann regelmäßigkeiten.

Weitere Untersuchungen wären sicher gut.

Und du könntest um den Magen-Darm zu entlasten bisschen Diät halten.
Mal 2-3 Wochen kein Alkohol, keine dunkle Schokolade, keine Tomaten, Salami, alten Käse, Sauerkraut, Erdbeeren usw.

Mit dem Antihistamin sollte sich dann der Spiegel abbauen und du kannst dann wieder anfangen Dinge auszuprobieren.
Sündigen kann man ab und dann an auch mit Daosin.

Frischkäse zum Frühstück sollte keine Probleme machen, halt keinen wo Tomaten mit drinnen sind.
Wie wärs statt Tomate dazu mit Gurke oder Paprika?

Essen gehen vor allem in ner Kantine wo das schon vorgekocht ist und warscheinlich schon paar Stunden auf der Wärmeplatte steht könnte Problematisch werden.


Müsli müsstest du dir ein anderes suchen.
Ohne dunkle Schokolade ohne Nüsse.
oder du mischt es dir selber mit ner Kornmischung.
Trockenfrüchte vertragen manche nicht, ich vertrag ungeschwefelte Trockenfrüchte ganz gut, vor allem Marillen, Mango, Pfirsich, Himbeeren und Rosinen machen mir keine Probleme.
Alternativ einfach frisches Obst reinschneiden.


LG Carina

Offline Nemi83

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Re: Wahrscheinliche HIT diagnostiziert... was nun?
« Antwort #3 am: Februar 11, 2011, 11:14 »
Danke euch Beiden für die Hilfestellung :-)

Werde mal Tomaten durch Paprika ersetzen.
Müsli... Getreide dürfte ja generell kein Problem sein oda? Das heisst bei diesem Müsli sind nur Schoki und Nüsse schuld. Dann werd ich mir hier was alternatives suchen.
Mittagessen wird nicht viel anders funktionieren als bisher... ist aba keine Kantine sondern ein Fleischer in der Nähe der Hausmannskost macht und diese um 12h ausliefert... sollte also relativ frisch sein... hab z.B.: für heut anstelle des Cordon (Käse) Fleckerlspeise geordert.

Ist Tomatensouce (für Gemüselasagne) auch recht übel? Meine Freundin ist Vegetarierin und macht dann halt gerne am Woend Speisen mit Käse und Tomaten...

Werd vil. auch nochmal zu meinem Hausarzt schaun... der weiss davon ja jetzt noch nix... vil. weiß der ja noch zusätzlich Rat.

Kann man pauschal sagen wie schnell sich eine Linderung der Beschwerden einstellen sollte nach Beginn der Einnahme von dem Antihistaminikum?
Ist es generell ratsam das in der Früh zu nehmen oder kann man das auch ruhig vor dem Schlafen nehmen (soll ja angeblich müde machen (obwohls ein Antihistaminikum der 2. Generation ist ??)).

Danke

Offline Carina

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Re: Wahrscheinliche HIT diagnostiziert... was nun?
« Antwort #4 am: Februar 11, 2011, 11:30 »
Getreide vertragen die meisten eigentlich ganz gut.

Na wenns nicht stundenlang auf der Wärmeplatte ist, sollte es nicht so schlimm sein, das Mittagessen.

Tomatensauce aus der Dose ist ne ziemliche Histaminbombe.
Geht bei mir gar nicht, Durchfall, Flash, Hautausschlag, brennen der Zunge usw.

Ich koch mir für Spaghetti und Pizza immer ne Paprikasauce, würz die genauso mit Oregano und Majoran wie ne Tomatensauce.
fein pürieren und fertig. Hab immer paar dosen davon in der Gefriertruhe so hab ich immer ne schnelle Sauce zur Hand.
http://www.laktobase.at/forum/index.php/topic,951.0.html

Das ist unterschiedlich und hängt vor allem davon ab ob es bei dir wirklich nur das Histamin ist, oder ob nach all den Jahren nicht auch schon eine Fehlbesiedelung des Darms vorliegt usw.

Wenn du nicht müde davon wirst kannst du es ja weiterhin morgens nehmen.
Steht keine Verzehrempfehlung in der Beilage?

LG Carina

Offline Nemi83

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Re: Wahrscheinliche HIT diagnostiziert... was nun?
« Antwort #5 am: Februar 11, 2011, 11:36 »
Getreide vertragen die meisten eigentlich ganz gut.

Na wenns nicht stundenlang auf der Wärmeplatte ist, sollte es nicht so schlimm sein, das Mittagessen.

Tomatensauce aus der Dose ist ne ziemliche Histaminbombe.
Geht bei mir gar nicht, Durchfall, Flash, Hautausschlag, brennen der Zunge usw.

Ich koch mir für Spaghetti und Pizza immer ne Paprikasauce, würz die genauso mit Oregano und Majoran wie ne Tomatensauce.
fein pürieren und fertig. Hab immer paar dosen davon in der Gefriertruhe so hab ich immer ne schnelle Sauce zur Hand.
http://www.laktobase.at/forum/index.php/topic,951.0.html

Das ist unterschiedlich und hängt vor allem davon ab ob es bei dir wirklich nur das Histamin ist, oder ob nach all den Jahren nicht auch schon eine Fehlbesiedelung des Darms vorliegt usw.

Wenn du nicht müde davon wirst kannst du es ja weiterhin morgens nehmen.
Steht keine Verzehrempfehlung in der Beilage?

LG Carina

Das erklärt dann wohl den ab und an auftretenden  :wc: nach Spaghetti Bolognese... ich dachte immer da wäre die Fertigsouce womöglich schlecht gewesen...
Müde bin ich immer... aber werd mal schaun ob es schlimmer wird dadurch ;-)
Lt. Beilage steht auch nur 1x täglich dabei... unabhängig von Mahlzeiten.

Offline Carina

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Re: Wahrscheinliche HIT diagnostiziert... was nun?
« Antwort #6 am: Februar 11, 2011, 12:09 »
Probier mal die Paprikasauce, ich vermiss dadurch die Tomatensauce überhaupt nicht mehr und wenn man sich einmal hinstellt und nen Topf voll hat und das einfriert hat man wie ne Fertigsauce schnell was bei der Hand.

Besonders lecker sind die Spitzpaprika die haben dünnere Haut, mich stört die Haut bei den normalen Paprika aber auch nicht, wird ja äh püriert.


So Fertigsaucen sind ja vorgekocht und du wärmst sie quasie auf.
Aufgewärmtes Histaminreiches verdoppelt oder verdreifacht den Histamingehalt gleichmal, da ist Durchfall fast vorprogrammiert.

Die Müdigkeit sollte auch weniger werden wenn du histaminarm lebst.
Beispiel ich hab gestern Lachs gegessen, mit Daosin, hab dadurch zwar keine Magenprobleme aber bin nach dem Essen sofort eingeschlafen und normal bin ich ne Nachteule die bis Mitternacht wach ist und auch heute bin ich etwas müde.

Ev. nehm ich später Antihistaminika wenns nicht besser wird.

Offline sandra

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Re: Wahrscheinliche HIT diagnostiziert... was nun?
« Antwort #7 am: Februar 14, 2011, 15:12 »
man darf auch nicht vergessen, dass in der fertigen tomatensauce tomatenKONZENTRAT drin ist...das wirkt dann auch viel stärker. eine sauce aus frischen tomaten wird von einigen vertragen!

die antihistaminika kannst aber auch abends nehmen...wurde mir anfangs auch empfohlen.

die müdigkeit wird daher kommen, dass dein körper duch das ganze histamin sehr belastet ist. ich war früher immer!!!! müde und hab trotz viel schlafens keine besserung gemerkt. mit der diät gings mir dann viel besser  :loool:

Offline Nemi83

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Re: Wahrscheinliche HIT diagnostiziert... was nun?
« Antwort #8 am: Februar 15, 2011, 07:54 »
Dank für die Infos... hab heute die 6. Tablette genommen und das 1. alkoholfreie Woend seit langem hinter mir (man ist das hart wenn einmem 3x Bier angeboten wird...).

Bisher hab ich das Gefühl das sich meine Verdauung etwas gebessert hat... ich werde das in nächster Zeit sehr genau beobachten und gegebenfalls berichten :)

Offline Carina

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Re: Wahrscheinliche HIT diagnostiziert... was nun?
« Antwort #9 am: Februar 15, 2011, 17:44 »
Na klingt ja schonmal gut
Halt noch bissel durch und dann kannst ja schauen was dir gut tut und was nicht

Offline tira

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Re: Wahrscheinliche HIT diagnostiziert... was nun?
« Antwort #10 am: Februar 16, 2011, 04:23 »
Hallo Nemi,
willkommen im "Club der Tomatensehnsucht".  :eat:

Ich hatte zwei Jahre alles mögliche im Verdacht: Den Kopfsalat, die Hygiene der Pizzeria, neue Nahrungsmittelzusätze in Saucen..., aber "meine geliebte Tomate" (und den Parmesan) als Hauptsünderin in meiner Ernährung hab ich unbewusst ausgeklammert, bis ich dann davon den ganzen Mund und Rachen offen und die HIT-Diagnose hatte. Meine Beobachtung war die, dass es völlig egal ist, ob man Tomatenmark, Tomaten aus Dosen, Tomatensaucen aus Tetra-Paket oder frische Tomaten nimmt: Die verwendeten Sorten scheinen den grossen Unterschied auszumachen! Dabei stellte ich auch fest, dass die meisten kleinen Tomaten (Cherry-Tomaten, Partytomaten oder wie immer sie genannt werden) wesentlich weniger Histamin haben und auslösen als die richtig grossen, roten Tomaten, aber auch bei den kleinen gibt es unliebsame Ausnahmen. Mein eigener Tomatenentzug dauert nun seit fast drei Monaten an und ich wie auch meine Freundin, die meistens für uns kocht, finden es immer noch total schwierig, die Tomaten in den Menüs zu ersetzen. Ich bin irgendwie auch immer noch in einer Trotzphase, die den Versuch mit der Paprikasauce bisher nicht zuliess, weil ich einfach meine elende Tomate zurückhaben will. Wenn meine neue Küchenmaschine da ist, werde ich mal meinen Trotz überwinden... und Paprika pürieren.

Mit Lachs (geräucherter Bio-Wildlachs oder sowas ähnliches) hatte ich interessanterweise gar keine Probleme, hingegen gerade einen derben Rückschlag, weil ich am Sonntag einen Ofenkäse verzehrte. Montags, tagsüber, hab ich dann erst gejubelt, weil ich überhaupt keine Symptome hatte... und dann gegen Abend bin ich nur noch auf's Klo gerannt, stundenlang arge, sehr schmerzende Blähungen, dann sogar Sodbrennen, das ich fast nie kriege und heute nun eine bombastische Migräne, die sich dieses Mal auch mit Ibuprofen kaum eindämmen lässt. Bei mir scheint Käse leider wirklich ein Problem zu sein und praktisch alle Sorten, die wenig Histamin haben, finde ich ziemlich uninteressant. Bei einer Lasagne müsstest du ziemlich sicher auch aufpassen, dass du jungen Käse verwendest und nicht älteren, der eigentlich zum Originalrezept gehört.

Apropos Spaghetti Bolognese: Wenn Hackfleisch nicht unmittelbar gebraten wird, wenn es aus dem Kühlschrank kommt, dann entwickelt es sehr rasch für uns gefährlich viel Histamin. Vielleicht war dies ein zusätzliches Problem, dass dich auf's Klo getrieben hat.

Bananen - auch so eine leidige Sache: Von den reiferen würde ich ganz die Finger bzw. den Mund lassen, die grüneren vertrage ich gelegentlich, wenn ich sonst noch nicht zuviel Histamin intus habe.

Du wirst bestimmt auch merken, dass die Ernährung bei HIT etwas von einem Balanceakt hat. Ich balanciere erst seit fast drei Monaten und finde es immer noch sehr schwierig, vorallem wenn man eher zeitverzögert auf die Lebensmittel reagiert.

Eine Darmsanierung finde ich im Zusammenhang mit HIT und niedrigem DAO-Wert fast immer richtig, weil meist ja auch eine längere Zeit von wiederkehrenden Durchfällen usw. vorliegt. Bin da auch gerade dran...