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Autor Thema: Schwanger mit Laktose-, Fructose- und Histaminunverträglichkeit  (Gelesen 3609 mal)
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Karinchen
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« am: November 07, 2007, 11:28 »

Hallo zusammen,

ich habe da mal ne Frage:
Wir möchten gerne noch ein zweites Kind bekommen, aber da im Sommer bei mir all diese dummen Intoleranzen festgestellt worden sind und ich noch immer nicht so recht weiß was ich essen soll, mache ich mir Gedanken, wie es dann in der Schwangerschaft wird. Ob es da nicht vielleicht zu Mangelerscheinungen bei mir oder dem Kind kommen kann usw.
Hat vielleicht jemand Erfahrungen auf diesem Gebiet?

Ach ja und wisst ihr vielleicht, ob mein Kind auch meine Intoleranzen erbt?
Meinen Sohn habe ich volle 9 Monate gestillt mit dem Effekt dass er danach ein Jahr lang keine Kuhmilch vertragen hat - jetzt frage ich mich halt, ob das mit meinen Intoleranzen zusammengehängt haben kann, allerdings wusste ich damals davon noch nichts und hatte selbst auch keine Symptome.

Über Antworten würde ich mich sehr freuen!
Vielen Dank und lg

Karinchen
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jacky
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« Antworten #1 am: November 07, 2007, 12:51 »

Hallo Karinchen, 

also wegen deiner HIT - brauchst du dir in der Schwangerschaft keine Sorgen mache, weil dein DAO Wert ums 300-500 fache steigt. Viele haben in der Schwangerschaft dann keine Symptome mehr. oder merken zumindest eine Besserung. Also wenn, dann genieße es!! 
Ich lese gerade ein Buch wo das beschrieben wird. Eigentlich komisch, dass das in der Schwangerschaft so ansteigt. leider sinkt der DAO-Wert nach der Schwangerschaft wieder recht schnell.

Sind deine Intoleranzen alle erblich bedingt? 

In der Schwangerschaft verschreibt der Arzt sowieso Vitamintabletten, da glaub ich persönlich dass du da auch keine Probleme bekommen wirst. Sicherheitshalber spreche das mal mit deinem Arzt ab. 

laktosefreie Produkte verträgst du?? Dann solltest du da sicher auch keine Probleme bekommen.

Es kann auch sein das du in der Schwangerschaft viele Produkte auch wieder besser verträgst. Kommt durchaus vor.

Vielleicht kann dir ja diesbezüglich hier noch wer einige Tipps geben, den ich finde das ist ein sehr gutes Thema.

bis bald,
jacky
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Karinchen
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« Antworten #2 am: November 07, 2007, 13:29 »

Hallo Jacky,

vielen Dank für deine Antwort, das lässt mich hoffen!
Die LI ist soviel ich weiß erblich bedingt, bei den anderen weiß ich es nicht.
Werde auf jeden Fall noch mit meinem Arzt reden.
Laktosefreie Produkte vertrage ich ohne Probleme, zu schaffen macht mir hauptsächlich die Fructose und das Histamin.
Na mal sehen, vielleicht kann ich ja bald selbst Erfahrungswerte weitergeben 
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jacky
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« Antworten #3 am: November 07, 2007, 13:51 »

...histamin sollte sich ja auch bessern... bin gespannt auf deine erfahrungen.. 

zu Fructose, verträgst du da garnix?
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Erika
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« Antworten #4 am: November 07, 2007, 21:23 »

hi,

hab mal in meinen schlauen Büchern nachgelesen und folgendes gefunden: "primärer Laktasemangel manifestiert sich meist im 3. – 7. Lebensjahr, durch gastrointestinale Erkrankungen wird dies gefördert"

Die Histaminintoleranz bessert sich in der Schwangerschaft, weil die Plazenta große Mengen DAO produziert - vorbeugend gegen Kontraktionen der Gebärmutter (so die Theorie dahinter). In der Literatur wird empfohlen eine histaminarme Kost einzuhalten bei Kinderwunsch (falls es nicht so recht klappen will).

Bezüglich Vererbung der Fructoseintoleranz frage ich noch genau nach. Ich würde mich nicht vollständig auf Vitamintabletten verlassen - man weiß ja nie wieviel der Körper davon wirklich aufnimmt. Verträgst Du auch Obst mit geringem Fruchtzuckeranteil (wie Honigmelone) oder in Kombination mit Traubenzucker nicht? lg Erika
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Erika Mittergeber
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Karinchen
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« Antworten #5 am: November 09, 2007, 08:50 »

Hallo,

also primären Laktasemangel habe ich sicher nicht, denn es ist erst jetzt festgestellt worden und ich bin nun schon 28 :-)
Bezüglich Fructose habe ich seit dem Test erst Bananen und Marillenmarmelade mit Traubenzucker getestet, das habe ich vertragen. An andere Sachen habe ich mich bis jetzt noch nicht rangetraut. Ich habe gelesen, dass man nicht zu viel Traubenzucker verwenden sollte, weil das sonst den Energiehaushalt durcheinander bringt und ohne traue ich mich nicht wirklich, da der Test bei mir extrem ausgeschlagen hat (wurde nach der 5. Messung abgebrochen, weil ich schon den Maximalwert vom Testgerät erreicht hatte) :-(
Mittlerweile mache ich mir allerdings Gedanken ob ich überhaupt leicht schwanger werde, so wie ich mich derzeit ernähre bin ich nämlich weit von einer optimaler Versorgung entfernt und ich habe ja auch schon 8 Kilo abgenommen.
Naja, am Montag bin ich bei meinem Gyn mal sehen was der dazu sagt!
Vielen Dank auf jeden Fall für die Unterstützung!
Ich halte Euch auf dem Laufenden.
lg
Karinchen
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ariane
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« Antworten #6 am: November 09, 2007, 11:11 »

Hallo Karienchen,


Ich weiß jetzt gar nicht ob ich noch so viel helfen kann. jacky und Erika haben sich ja schon mächtig ins Zeug gelegt. Zunächst einmal ist es durchaus möglich, dass Du einen primären Laktasemangel hast. Der ist am häufigsten. Mit den Jahren nimmt die Laktaseaktivität aus bisher unerfindlichen Gründen ab. Die eigendlichen Symptome können sich aber erst wie bei Dir später zeigen. Anfangen kann diese Abnahme der Aktivität wie schon von Erika erwähnt ab dem 3 Lebensjahr. Davor haben vor allem Säuglinge von Natur aus einen höhere Laktasemengen die sie bereit stellen können um eben die Milch optimal zu verdauen. Die Mutter Natur hat da also mit gedacht. Die genaue Entstehung von Intoleranzen ist noch nicht ganz geklärt aber man nimmt an das die meisten eher im Lebensverlauf entstehen und weniger vererblich sind. Richtige Allergien hingenen sind erwiesenermassen genetisch bedingt. Hat die Mutter Allergien, dann steigt das Risiko für den Säugling ziemlich stark an. Haben nun Mutter und Vater Allergien liegt das Risiko für den Säugling schon bei 50 -70 %. Habt ihr beide Probleme mit richtigen Nahrungsmittelallergien und wurde auch das schon ausgetestet?

Es ist durchaus möglich, dass bei deinem ersten Kind die unverträglichkeit der Kuhmilch auf das darin enthaltene Eiweiß und nicht so sehr auf den Milchzuker zurückzuführen ist. Haltet man eine strikte Kuhmilchkarenz bei den Kindern ein (ca. für ein bis zwei Jahre) können viele die Milch nacher wieder vertragen. Wie war den das im Falle deines Kindes?


Du sagst Du hast viel abgenommen und somit auch Angst wegen der optimalen Versorgung bei einer erneuten Schwangerschaft. Deinen genauen Befund kennt nur der Arzt und auch er weiß wie gut Du im Moment versorgt bist oder kann das mit Bluttests herausfinden. Wenn Du Dir ein wenig Zeit nimmst um herauszufinden was und wieviel Du wovon verträgst, kann man Deine Ernährung aber sicherlich so planen, dass Dein kleiner Nachwuchs und Du optimal versorgt sind.

Folsäurepräparate solltset Du auf alle Fälle schon vor Eintritt der Schwangerschaft einnehme, denn der Bedarf steigt stark an und zwar schon  mit dem ersten Tag der Schwangerschaft. Der Arzt verschreibt Dir dann die richtigen Kombinationspräparate für andere Risikostoffe.

Und dann kannst Du auch selbst noch ein paar Dinge beachten:

- Versuche Stress in der schwangerschaft zu vermeiden, denn das verstärkt Intoleranzreaktionen und erhöht zusätzlich den Bedarf an wichtigen Nähstoffen
- Achte auf eine genügend hohe Energiezufuhr. Ab dem 4. Monat brauchst Du 255 kcal mehr pro Tag.
- Achte besonders auf die Qualität. Möglichst frisch sollte es sein und Fertigprodukte sollten aus verträglichkeitsgründen gemieden werden.
- Kalziumreiche Ernährung ist in dieser Zeit besonders wichtig. Vielleicht interessiert dich ja der Beitrag auf der Laktobase der darüber geschrieben wurde
- Auf Magnesium und Eisen sollte geachtet werden. Viele Vollkornprodukte, grünes Blattgemüse und Bananen helfen dabei. Sofern Du diese verträgst natürlich nur.


Ich glaub ich werd mich jetzt einbremsen  :eusa_shifty: Vielleicht ist das ja viel mehr Information als Du wolltest oder nicht ganz das was Du wissen wolltest. Wenn ich noch irgendwie helfen kann bitte sagen.

Ich wünsch Dir auf alle Fälle nur das Beste

Ariane
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Erika
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« Antworten #7 am: November 11, 2007, 20:38 »

hi,

Ariane hat es zwar schon super beantwortet, aber ich sag Euch trotzdem was ich rausgefunden habl. Bei Fructose- und Histaminintoleranz weiß man nicht so recht ob es erworben oder vererbt sind und eine primäre Laktoseintoleranz wird rezessiv vererbt - also hat das Kind nicht zwingend auch eine Laktoseintoleranz. Ernährungscheck vor der Schwangerschaft finde ich gut!
vlg Erika
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Erika Mittergeber
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Karinchen
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« Antworten #8 am: November 13, 2007, 08:33 »

Hallo zusammen,

vielen Dank für die vielen und ausführlichen Antworten und Tipps!
Das hilft mir sehr! Ich war gestern bei meinem Gyn und er meinte auch, dass die Intoleranzen während einer Schwangerschaft meist zurückgehen und ich mir keine Sorgen machen soll, solange ich mich an die Ernährungsvorschriften halte. 

Bei meinem Sohn war es so, dass ich ihm ca. 1 Jahr lang keine Kuhmilch gegeben habe und danach hat er sie wieder problemlos vertragen.
Mein Mann hat keine Allergien. Bei mir besteht eine Katzen-, Birke- und Hausstaubmilbenallergie. Wirkliche Lebensmittelallergien hat der Allergietest bei mir keine ergeben.
Also ich werde nochmal eine Ernährungsberatering aufsuchen, damit ich mich ein bisschen besser auf die Intoleranzen einstellen kann und dann, sobald ich meinen Mann zu einem zweiten Kind überredet habe  , werde ich es einfach ausprobieren!
Wenigstens bin ich ja nun vorbereitet und weiß was im Fall der Fälle zu tun ist.
Vielen Dank also nochmal und ich halte Euch auf dem Laufenden! 
lg
Karinchen
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jacky
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« Antworten #9 am: November 13, 2007, 09:34 »

guten morgen karinchen, 

 :lol: dann wünsch ich dir mal frohes schaffen ....  :lol: bin mir sicher das es super klappt !! halt uns am laufenden, auch wies dir (wenn es soweit ist) in deiner schwangerschaft geht!

 
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Manuela
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LI, mein Sohn (geb.01/08) ist ebenfalls LI

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« Antworten #10 am: November 19, 2007, 20:41 »

Hallo!

Nur Mut zur Schwangerschaft und viel Freude damit!  Bin momentan in der 32. SSW und leide auch an einer Laktoseintoleranz. Nachdem die Intoleranz erst in der Schwangerschaft bestätigt wurde, war die Umstellung am Anfang schon sehr hart, aber mittlerweile weiß ich, was ich essen kann und wo ich die Produkte bekomme! Eine gute Seite hat die Schwangerschaft auch: gegen Ende haben viele Frauen Probleme mit dem Stuhlgang - Verstopfung! Viele versuchen dann mit Magnesium das Problem in den Griff zu bekommen. Ich kenn das auch so seit zwei Wochen - so ess ich halt ein bissl Milchzucker (juhuu, ich darf meine geliebte MILKA-Schoki wieder essen! ) und das Problem ist kein Problem mehr  :))
Mangelerscheinung  hatte ich nur mit Eisen, ansonsten hat alles gepasst, auch ohne Vitamintabletten! Hab das regelmäßig via Blutbefund kontrollieren lassen!

Liebe Grüße
Manuela

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schlamuffi
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« Antworten #11 am: Februar 18, 2008, 11:10 »

Wir wollen Projekt Baby nun auch angehen und ich bin froh, hier doch sehr wertvolle Informationen diesbezüglich gefunden zu haben.

Da ich eine HIT habe, kann ich mich quasi auf die Schwangerschaft freuen und wenn es soweit ist, Salamiorgien feiern  Cool!
Und vorher sollte man sich gaaaaaaaaaaaaaaanz streng histaminarm ernähren? Kann das sonst zu einem Problem werden?

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jacky
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« Antworten #12 am: Februar 18, 2008, 11:31 »

naja ganz streng.. so schauen das es dir dabei gut geht..

in der schwangerschaft steigt dann dein DAO wert extrem an..  da hast dann keine probleme mehr.. danach baut er aber wieder sehr schnell ab..  :icon_cry: leider..

also frohes schaffen ..  :)
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schlamuffi
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« Antworten #13 am: März 18, 2008, 09:28 »

Ab welcher Schwangerschaftswoche erhöht sich der DAO-Produktion? Oder wann tritt Besserung ein?
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jacky
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« Antworten #14 am: März 18, 2008, 09:33 »

hmm .. ich denke normal sobald ma halt schwanger is .. also halt nicht von heute auf morgen.. aber dann denk ich mir das vermehrt das DAO produziert wird..
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