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Autor Thema: Vermutung auf HIT?  (Gelesen 698 mal)
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sashei
baby kuhrty
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Beiträge: 1

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« am: Januar 27, 2011, 12:13 »

Hallo liebes HIT-Forum,

ich bin sicher nicht der erste, aber da kommt ihr leider in so einem Forum nicht rum :O.

Heute habe ich mir die Frage gestellt: habe ich Histamin-Intoleranz? Um eine Frage von euch vorwegzunehmen: nein, ich bin kein Hypochonder ^^

Seit Sommer 2007 habe ich verschiedene Beschwerden. Zuerst dachte ich, Sommergruppe, ok, aber es wurde einfach nicht besser. Also bin ich zum Arzt gegangen, hab ihm erzählt was so alles kaputt ist, und er meinte "machen Sie mal einen Allergietest". Gesagt, getan. Das Ergebnis war eine mittlere Hausstauballergie und eine leichte Schimmelpilz-Allergie. Ergebnis war völlige Umgestaltung meines Schlafraumes, Vorhänge raus, neue Matzratze, neue Bettwäsche, täglich alles abwischen. Aber es wurde einfach nicht besser. Vor einem halben Jahr bin ich dann wieder zum Arzt (einen anderen) gegangen, wieder einen Allergietest gemacht, diesmal seltsamerweise ohne Ergebnisse. Da es bei HIT ja namentlich um Histamine geht, wollte ich hier schonmal was nachfragen: beim Prick-Allergietest ist ja Stich (1) der Histamin-Gegentest, um zu testen ob man überhaupt gegen was allergisch ist bzw. u.a. auch wie stark. Keiner der 20+ Allergenstoffe ist ausgeschlagen, außer die Histamin-Gegenprobe. Die allerdings heftig, mein Arm hat mir noch den ganzen Tag gejuckt und war stark gerötet. Hat das was im Bezug auf HIT zu bedeuten?

Hier gehts ja bekanntlich um die Lieblingsbeschäftigung, dem Essen ;o.
Wie sieht ein typischer Tag bei mir aus?

Ich stehe morgens um 8 Uhr auf, trinke dann erst einmal zwei Tassen Kaffe, frühstücke gewöhnlich ein Brötchen mit Salami, daraufhin oft noch einen Kaffee. Dann gehts zur Universität, wo ich oft ein Brötchen mit warmen Leberkäse esse, meist Weizenbrötchen oder Roggen-Sonneblumenkernbrötchen. Gegen sieben komme ich dann heim und esse dann oft deftig, beispielsweise Rostwurst mit Pommes und Ketchup, oder Pangasiusfilet mit Kartoffeln etc, jedenfalls immer Fisch oder Fleisch. Und dann natürlich wieder Kaffee, während der Uni auch, am Tag ca 5-12 Tassen. Außer Kaffee trinke ich normalerweise 1,5l Wasser und 0,5-1l Limonade am Tag. Naschen tue ich generell wenig, meistens Schokolade, Studentenfutter, Marzipan und gesalzene Chips.

Lebensmittel die ich also wirklich oft esse:
Kaffee, s.o.
Tiefkühlpizza, 2-4x pro Woche, salami
Viel Fleisch und Fisch
Wenig Obst und Gemüse
Alkohol trinke ich generell in der Woche keinen.

Soviel zu meinem Essverhalten, aber wie komme ich denn nun drauf? Ich habe mir zwar eben die Symptome angeschaut, aber ich werde mal auflisten, was sich so bei mir tut, ohne noch einmal auf die Liste zu schauen:

1. Generell habe ich immer, immer, immer die Nase zu. Egal wann, egal wo.
2. Ich habe sehr oft Spannungskopfschmerzen, Medikamente helfen da oft nicht.
3. Ich leide oft unter Konzentrations- und Erinnerungsschwäche.
4. Unangenehmes Thema für mich, zumal ich grade im Hörsaal sitze während ich das schreibe: weicher Stuhlgang
5. Oft, gerade im Zusammenhang mit starken Nasenlaufen habe ich nen dicken Kopf der sich anfühlt als würde er glühen.
6. einen gefühlten hohen Puls
7. Generell einen sehr niedrigen Blutdruck
8. Depressionen, gerade im Winter
9. Unglaubliche Trägheit, was oft zu Klinch mit meiner Freundin führt. "Hör auf imemr nur aufm Bett zu sitzen" "Lass was machen" "Komm wir gehen raus" "Lass spazieren" etc, und nie habe ich Lust drauf :(
10. Gerade im Bezug auf Alkohol: Am Tag nach dem Umtrunk fühle ich mich außergewöhnlich groggy, selbst wenn ich nur drei, vier Bier getrunken habe, habe ich am nächsten Tag sehr starken Kopfweh, krieg kaum Luft weil die Nase einfach wie betoniert ist und bin (bei mehr als drei, vier Bier) völlig niedergeschlagen. Jedenfalls völlig unverhältnismäßiger Alkoholgenuß zum "Kater".
11. Ab und an Gelenkschmerzen, Muskelkater nach viel Sport hält oft länger an.
12. Oft den ganzen Tag über Müde, auch wenn ich die Tage vorher immer einen gesunden Schlaf von 00:30 - 08:00 Uhr hatte.
13. Ab und an wie in Kloß im Bauch, jedoch kein Sodbrennen o.ä.

Ist schon 'ne ganz schöne Liste, aber viele der Symptome habe ich fast dauerhaft seit über 3, 4 Jahren. Sie kamen auf einmal ganz plötzlich

Versuchsweise werde ich jedoch die nächsten Tage/Wochen meine Ernährung völlig umstellen. Erstmal gibt es keinen Kaffee mehr (das wird schwer :D), keine Salami oder TK-Pizzen mehr, mehr Obst und Gemüse und weniger aus dem Tiefkühlregal.

Dennoch wollte ich mal eure Meinung zu dem geschilderten hören :)

Bin um jede Hilfe dankbar!

PS: Echt eine super, super, super Seite!
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sandra
supa kuhrty
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Beiträge: 2.586


geheilt durch NAET-Methode

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« Antworten #1 am: Januar 27, 2011, 13:47 »

hallo und willkommen hier im forum...

ich muss dir leider sagen, dass sich deine ernährung nicht sehr gesund anhört.

du solltest aber (meiner meinung nach) nicht sofort alles streichen, sondern die umstellung eher langsamer angehen. wenn du bisher bis zu 12 kaffee am tag getrunken hast und du trinkst ab sofort keinen mehr, wirst du sicher "entzugserscheinungen" bekommen - da bekommt man dann gern kopfweh.

versuch ev. weniger brot zu essen - das tut vielen von uns nicht gut. bau mehr gemüse und obst in deine ernährung ein. vielleicht isst du zum frühstück ein rührei, sptäer am vormittag ein brötchen und abends ein mageres fleisch leicht angebraten mit reis und gemüse?!

vielleicht hilft dir auch ein ernährungstagebuch weiter: schreib auf was du isst und notiere auch deine symptome. vielleicht besteht ein zusammenhang.

das mit der trägheit kenne ich übrigens: wenn ich was falsche esse, bin ich auch den ganzen tag müde, mag nichts unternehmen und einfach nur im bett liegen.

bei fragen meld dich einfach!
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tira
baby kuhrty
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Beiträge: 18

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« Antworten #2 am: Januar 27, 2011, 17:31 »

Hallo und willkommen hier,

erst einmal: Wirkliche Hypochonder gibt es sehr wenige und du liegst richtig, wenn du die Reaktionen deines Körpers ernst nimmst, wie du das offensichtlich auch tust, denn sonst würdest du nicht hier einen Beitrag verfassen.

Deine Verunsicherung durch die Allergietest kenne ich gut, denn auch ich wurde mehrmals auf viele "Grundstoffe" getestet. Ausser einer vermutlichen Nickelallergie und einer Allergie auf Plastikpflaster, mit denen einer der Tests angebracht wurde, war das Resultat gleich Null. Trotzdem habe ich z.B. mit verstopfter und/oder laufender Nase auf Waschpulver reagiert, wenn ich mal an einem Tag 2-3 Waschmaschinen laufen liess und nach einem Tag Arbeit in einer Weichspülerfabrik war ich so krank, dass ich 2 Tage im Bett bleiben musste. Auch alle Heuschnupfentests waren negativ, obwohl ich teilweise die gleichen Symptome hatte wie mehrere Arbeitskollegen, die an Heuschnupfen litten. Mir fiel erst später auf, dass ich in dieser Zeit fast immer mehr Tomate und Erdbeeren gegessen hatte als sonst.
Auf den Kontrolltest beim Prick habe ich vor einigen Jahren mehrmals wie von dir beschrieben reagiert (und mit einer grossen Blase auf dem Arm), jedoch vor 2 Monaten, als ich gleichzeitig mit dem DAO-Bluttest einen Pricktest auf Tomate machen liess und meine Histamin bedingten Symptome gerade sehr akut waren, juckte der Kontrolltest 10 Minuten und sonst hatte ich keine Reaktion. Daraus ziehe ich den Schluss, dass man diesbezüglich keinen direkten Zusammenhang zu der Menge des Histamins ziehen kann, die sich im Körper befindet.

Deine Symptome passen alle - wie du ja sicherlich weisst - sehr gut auf eine Histaminintoleranz und du nimmst täglich schon reichlich davon auf, wenn du morgens bereits mit Salami beginnst, dir später z.B. die Sonnenblumenkerne und das Ketchup reinziehst... und am Abend dann noch eine Pizza. Natürlich ist dein Speiseplan allgemein nicht sehr gesund, aber auch das weisst du sicherlich bereits schon, denn sonst würdest du nicht speziell erwähnen, dass du wenig Gemüse und Obst isst.

Da du die beschriebenen Symptome schon längere Zeit hast und keines davon gerade so akut zu sein scheint, dass du dich gleich auf eine Ausschlussdiät setzen musst, würde ich an deiner Stelle den Menüplan langsam umstellen und gucken, ob du eine Veränderung merkst. Ich habe bspw. zu der Zeit als meine Blähungen und Durchfälle begannen 2/3 meines massiven Kaffeekonsums durch starken englischen Schwarztee ersetzt, der mir schmeckt. Daraufhin ging es meiner Verdauung sehr schnell besser, obwohl Schwarztee ja ein DAO-Blocker sein soll. Wenn man gleich alles umstellt, dann leidet man regelrecht unter Entzug und es geht einem meist psychisch damit nicht gut. Frag dich darum, auf was du am besten verzichten kannst oder welche histaminhaltigen Lebensmittel du am "schmerzlosesten" durch andere (vielleicht auch noch gesündere) ersetzen kannst und guck wie es dir damit geht. Ich bin da auch noch in einer Testphase - habe den Schwarztee und Kaffee nicht aus meinem Leben gestrichen, weil ich damit nicht glücklich wäre und Frust/Stress meinen Histaminspiegel sofort beeinflusst. Leider sind die Reaktionen auf Lebensmittel bei der HIT sehr verschieden - ich würde morgens z.B. kein Rührei vertragen, denn ich werde davon so müde, dass ich mich hinlegen muss. Brot/Brötchen hingegen bewirkt bei mir in keiner Form eine direkte Reaktion. Ich teile darum die Lebensmittel mittlerweile in 5 Kategorien ein: 1. löst unmittelbar starke Reaktion aus und geht gar nicht 2. löst leichte Reaktion aus und kann ausnahmsweise konsumiert werden 3. löst zwar keine unmittelbare Reaktion aus, könnte aber Histamin beeinhalten bzw. freisetzen 4. noch nicht getestete Lebensmittel 5. unbedenkliche Lebensmittel.

An deiner Stelle würde ich auf jeden Fall die ganze "Histamin-Diagnostik" machen lassen, damit du dich gezielter selbst behandeln kannst und im Falle einer Narkose o.ä. auf eine HIT hinweisen kannst.

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tira
baby kuhrty
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« Antworten #3 am: Januar 28, 2011, 15:56 »

Ich möchte meine oben gemachte Aussage korrigieren, denn gemäss Professor Reinhart Jarisch besteht offenbar doch ein Zusammenhang zwischen der Reaktion beim Prick-Test und der HIT und mir ging es vielleicht am Tag des Tests, bezüglich Histamin, ausnahmsweise mal ziemlich gut.

Zitat
Die Diagnose Histamin-Intoleranz ist schwer zu stellen, weil keine Antikörper gebildet werden. Auf eine Unverträglichkeit läßt sich aber aus den Berichten der Patienten schließen. Zudem reagierten Betroffene auffallend stark auf Insektenstiche und bildeten im Hauttest stark juckende Histamin-Quaddeln, sagte Jarisch.
Quelle: http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/allergien/article/344315/arzneien-koennen-histamin-intoleranz-verstaerken.html
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baby kuhrty
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Heuschnupfen, HIT

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« Antworten #4 am: Januar 28, 2011, 17:51 »

Hallo, Deine Beschreibung hört sich in der Tat danach an... Eine leichte Umstellung wäre sicherlich angebracht, wenn ich Deinen Speiseplan so durchlese... Ich bin auch noch neu, habe gerade eine Ernährungstherapie angefangen. Da jeder unterschiedlich reagiert, gibts es wohl keinen allgemeingültigen "Fahrplan" dafür... Generell sollte man jedoch bestimmte Lebensmittel meiden.

Ich führe derzeit ein Ernährungstagebuch. Wichtig hier ist: Datum, Uhrzeit, Lebensmittel, Zutatenliste (und damit ist wirklich eine Zutatenliste gemeint, z.B. bei Toastbrot die kompletten Inhaltsstoffe), Getränke, besondere Dinge wie Medikamente, Streß, Sport - und last but not least die Beschwerden... Die Sache mit der genauen Zutatenliste ist anfangs sicherlich nicht nötig - jedoch bei einer professionellen Auswertung durchaus. Doch wenn Du erstmal für Dich allein aufschreibst sollte es auch so gehen. Ich habe so schon einige Lebensmittel direkt erkennen können. Viel Erfolg wünsch' ich Dir... und das mit dem weichen Stuhlgang kenne sicherlich nicht nur ich... blöde Sache ist das, jawoll 
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