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Autor Thema: Verwirrende HIT-Symptome bei verschiedenen Nahrungsmitteln  (Gelesen 3287 mal)
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tira
baby kuhrty
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« am: Januar 04, 2011, 13:54 »

Erst einmal ein freundliches "Hallo" an alle,

ich habe mich neu hier registriert, weil ich hier Beiträge von euch gelesen habe, die von viel Motivation zeugen, sich durch HIT, LI usw. nicht unterkriegen zu lassen. Das ist momentan genau das, was ich brauche!

Meine HIT wurde erst vor kurzem diagnostiziert. Unmittelbar nach dem Verzehr einer Packung "Uncle Ben's Express Mediterran" bekam ich im ganzen Mund-, Zungen- und Rachenbereich Blasen wie bei einer massiven Verbrennung. Auf meinen Wunsch und auf Absprache mit einer Allergologin wurde dann ein DAO-Test und ein Test auf Tomatenallergie gemacht. Resultat: DAO 1,3
Eigentlich waren bereits lange schon Symptome einer HIT da, aber meine diversen Ärzte schoben immer alles auf die Hepatitis C, an der ich seit vielen Jahren erkrankt bin und die Symptome haben ja auch prima auf alles mögliche gepasst. Mich verwirrt aber nun die Zunahme und Vielfalt der Reaktionen.

Wie ist das bei euch: Gab es da auch "einen Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte" und reagiert ihr auch auf verschiedene Lebensmittel mit jeweils anderen Syptomen?


Ich beobachte meine HIT ja nun erst seit einem Monat und habe z.B. folgendes festgestellt:
Käse (Parmesan, Raclettekäse) = Migräne, Blähungen, Durchfall
Schokolade (weisse) = Erschöpfung, kurzer Flush im Gesicht (mehr fühlbar, als sichtbar)
Trauben = Kreislaufbeschwerden, Druckgefühl auf der Brust, massive Erschöpfung mit Übelkeit

Tomate zu essen, egal in welcher Form, habe ich mich seit dem "Uncle Ben's-Erlebnis" nicht mehr getraut, was mich total irritiert, denn als "Fast-Vegetarierin", die höchst selten mal ein Stück Bio-Fleisch isst, gehörte Tomate regelmässig in meinen Speiseplan. Auch Früchten traue ich kaum mehr über den Weg, denn irgendwie sollten nun alle die Früchte aus meinem Leben verschwinden, die ich mochte (z.B. Beeren, Trauben).
Vom Essig (Kräutertafelessig) habe ich meine Finger bisher nicht gelassen, um meinen Frust nicht noch zu vergrössern.

Nun sitze ich da, mit den Aerius, die mir verschrieben wurden, den DAOsin, die ich mir besorgt habe und nehme zusätzlich Vitamin C und ein Darm sanierendes Probiotika.
Wie ich die DAOsin wirksam einsetze, ist mir ein Rätsel, zumal dies für mich wie auch für viele andere ja auch eine Kostenfrage ist. Die Aerius-Dosis habe ich auf eine halbe Tablette morgens angesetzt - direkt danach nehme ich Tramal / Tramadol, die ich seit 10 Jahren aufgrund verschiedener Schmerzen nehmen muss und festgestellt habe, dass sie meinen Histaminspiegel indirekt auch beeinflussen. Die Schmerzmitteldosis habe ich übrigens halbiert, seitdem mein Blutdruck vor drei Wochen verrückt spielte. Seitdem ich nun die Aerius (3 Wochen) nehme, hat sich der Kreislauf wieder beruhigt, ausser als ich den Trauben im Kühlschrank nicht widerstehen konnte.

Wie habt ihr denn die AH-Dosis und die DAOsin-Dosis, die für euch passt, herausgefunden? Wenn die Reaktionen auf Histamin-Aufnahme alle sofort da wären, wäre alles viel klarer, aber da man offensichtlich noch Tage später (wie lange?) auf das verzehrte Histamin reagieren kann, bin ich etwas ratlos, wie ich für mich die richtige Dosis finde.

Ein Tagebuch zu führen, ist bei meinem Lebensrhythmus nicht einfach. Ich bin aufgrund der Hepatitis und all den Symptomen arbeitsunfähig und meine Schlafprobleme und Schmerzen prägen meinen unregelmässigen Tagesrhythmus. Ich habe bis anhin auch meistens nur abends 1x gegessen, weil ich tagsüber nie hungrig und nach jedem Essen erschöpft war, was immer der Hepatitis C zugeschrieben wurde. Mittlerweile bin ich aber nicht mehr so sicher, ob nicht die HIT schon lange da war und mich nach dem Essen jeweils k.o. schlug.

Herzlichen Dank schon jetzt für alle Antworten...
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sandra
supa kuhrty
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« Antworten #1 am: Januar 04, 2011, 15:08 »

bei mir war der krankheitsverlauf eher schleichend...ich vermute, dass einer der auslöser eine borreliose ist, die ich scheinbar hatte. und ich reagiere auch auf verschiedene lebensmittel unterschiedlich: bei milch hatte ich immer durchfall, wenn ich zu viel obst esse bekomme ich eher verstopfung, durch weizen bekomme ich ausschlag und blähbauch. bei mir ändern sich aber die symptome auch vor und während der regel.

daosin ist schwierig, weil es auch von der tagesverfassung abhängt, wie viel histamin man verträgt. und da sie auch sehr teuer sind, will man nicht zu viele nehmen. aber das ist leider eine probiersache! und die AH hab ich einfach im nachhinein genommen, d.h. wenn ich symptome hatte, hab ich sofort eine tablette genommen. also einfach bei bedarf (ich nehm sie aber nicht regelmäßig).

ansonsten hört es sich so an, als hättest du alle möglichen symptome und wärst ziemlich ausgepowert...mir gings vor einem halben jahr ähnlich. hatte kaum noch energie für den alltag...mittlerweile weiß ich aber halbwegs, was ich essen kann und was nicht und seit ich mich daran halte, gehts mir so viel besser! 

wurdest du auch auf andere nahrungsmittelunverträglichkeiten oder allergien getestet?

ich wünsch dir viel erfolg bei der behandlung!
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tira
baby kuhrty
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« Antworten #2 am: Januar 04, 2011, 16:20 »

bei mir war der krankheitsverlauf eher schleichend...ich vermute, dass einer der auslöser eine borreliose ist, die ich scheinbar hatte.

Also eigentlich war es bei mir ja auch schleichend, denn ich habe schon als Kind (vor 40 Jahren) gelegentlich z.B. mal auf Erdbeeren reagiert. Dann hatte ich vor vielen Jahren eine Phase, in der ich bei der Arbeit ständig Blähungen und Durchfall hatte, was auf die Hepatitis C und den Arbeitsstress geschoben wurde und im Frühling (bei viel Verzehr von Tomaten und Erdbeeren) Heuschnupfen, habe aber auf keine Tests reagiert. Meine jetzige Allergologin meinte, dass dies vermutlich Anzeichen einer HIT waren. Ich bekam auch damals von einem Dermatologen einen Zettel in die Hand gedrückt, auf dem als Titel stand "Histamin-Liberatoren"... und danach folgte eine kurze Liste mit unspezifischen Histaminliberatoren. Ich war darum nie erstaunt, wenn ich alle paar Jahre mal eine "Schweppes" trank und mir danach leicht übel wurde. Dass ich (ausser frisch gepresstem) keinen Orangensaft trinken konnte, schob ich immer darauf, dass da vielleicht ein Konservierungsstoff drin sei, denn ich nicht vertrage. Also Anzeichen gab es viele, diverse Allergietest auch und noch mehr andere medizinische Untersuchungen und Befunde wie z.B. Fibromyalgie. Klar, dass ich mittlerweile verwirrt bin, ob ich nun durch die HIT, die Hepatitis oder vielleicht wegen einer Fibromyalgie erschöpft bin oder andere Symptome habe.

ansonsten hört es sich so an, als hättest du alle möglichen symptome und wärst ziemlich ausgepowert...

Ich bin schon seit etwa 8 Jahren so ausgepowert, dass ich z.B. momentan den Kampf um eine volle Rente wegen Krankheit auf Eis legen musste, denn ich schaffe es nicht mehr, von Arzt zu Arzt zu rennen. Ich habe bisher alle Diagnosen selber stellen und dann jahrelang bei Ärzten auf die notwendigen Untersuchungen beharren müssen. Die HIT hat bei mir vermutlich mit meinem überreagierenden Immunsystem zu tun, das ständig gegen die Hepatitis kämpfen muss, aber die Veranlagung zur HIT sehe ich bei mir genetisch, denn meine Mutter reagiert z.B. auf Nüsse und einige andere Dinge, aber sie reagiert nicht stark und darum wurde sie auch nie getestet.
Vermutlich bin ich momentan auch ungeduldig, weil ich von mir erwarte, dass ich wissen müsste, was ich essen darf und mich darüber auch noch freuen sollte. Das Gegenteil ist aber der Fall: Ich bin wütend (wenn ich mal Energie dazu habe), stehe völlig gefrustet im Supermarkt und weiss nicht, was ich kaufen soll. Fleisch und Fisch esse ich seit vielen Jahren nur selten, von Konserven und Fertigprodukten habe ich stets die Finger gelassen und mich vorwiegend von frischen Dingen ernährt - meist italienische Küche. Ich schreibe meinen Frust hier nicht nur ins Forum, um ihn ein wenig loszuwerden, sondern weil ich denke, dass es vielen am Anfang ähnlich geht. Hätte ich bis anhin Tonnen von Salami, Chips, Fertigpizza und Schokolade gegessen, dann wüsste ich wenigstens, was ich zu streichen habe, aber aus einer relativ gesunden Ernährung plötzlich den grössten Teil heraus zu streichen, fällt mir schwer.

daosin ist schwierig, weil es auch von der tagesverfassung abhängt, wie viel histamin man verträgt. und da sie auch sehr teuer sind, will man nicht zu viele nehmen. aber das ist leider eine probiersache! und die AH hab ich einfach im nachhinein genommen, d.h. wenn ich symptome hatte, hab ich sofort eine tablette genommen. also einfach bei bedarf (ich nehm sie aber nicht regelmäßig).

Bis jetzt hatte ich den Eindruck, dass die AH bezüglich gewissen Symptomen im nachhinein gar nichts nutzen, z.B. bei Kreislaufbeschwerden, die ich bis vor 1 Monat noch nie hatte. Mit den Daosin gehe ich wegen dem hohen Preis vielleicht zu sparsam um. Deine Antwort bringt mich zum Schluss, davon vielleicht einmal mehr und häufiger zu nehmen.

wurdest du auch auf andere nahrungsmittelunverträglichkeiten oder allergien getestet?

Ja, vor vielen Jahren, aber war immer alles negativ und meine Erfahrungen haben auch auf keine bestimmten Nahrungsmittelunverträglichkeiten gepasst - ausser eben das Histamin. Eine kurze Zeit, vor 2 Jahren, habe ich mal eine LI in Betracht gezogen, dann aber gemerkt, dass ich die Milch in Verbindung mit englischem Schwarztee vertrage, mit Kaffee aber nur in kleinen Mengen bzw. den Kaffee nicht so gut. Natürlich habe ich mich mittlerweile schon gefragt, wie gut ich den Tee denn wirklich vertrage, aber wenn ich den auch noch weglasse, dann komme ich morgens kaum mehr aus dem Bett. Direkte Reaktionen spüre ich beim Tee zumindest nicht.

Danke sandra, für deine Antwort!
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Sonnenschein
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Heuschnupfen, HIT

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« Antworten #3 am: Januar 04, 2011, 21:26 »

Hallo Tira,

willkommen hier... Deinen Frust kann ich verstehen, auch wenn ich nicht so gebeutelt bin wie Du. Zu Deiner Frage: ich reagiere auch unterschiedlich auf die Lebensmittel. Entweder mit weichem Stuhl, geschwollenen Augen, geschwollene Gesichtshälfte, Hautausschlag, trockene und geschwollene Lippen etc.... je nachdem, was ich esse... ich führe deswegen derzeit ein Ernährungstagebuch.
Viele Grüße
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sandra
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« Antworten #4 am: Januar 05, 2011, 08:14 »

ja ich kenn den frust auch...kommt bei mir zwischendurch auch immer wieder auf.

jedenfalls drück ich dir die daumen, dass du oder deine ärzte bald herausfinden was du hast!!!    und bei fragen einfach ins forum schreiben 
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jacky
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« Antworten #5 am: Januar 06, 2011, 09:53 »

Hi,

 Also Dao kannst du auch mal täglich nehmen ... Versuchs mal 3x 1 Tablette ..ich weiß  dass die sehr teuer sind, aber vilt geht's dir besser...  Ich reagier auch total schnell drauf ..mal mehr, mal weiger... Aber jetzt nimm ich immer öfters Dao ein...


Wie geht's dir mit deiner Hepatitis c wenn ich fragen darf?

Hoffe es geht dir bald besser 
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tira
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« Antworten #6 am: Januar 06, 2011, 14:17 »

Hi,

 Also Dao kannst du auch mal täglich nehmen ... Versuchs mal 3x 1 Tablette ..ich weiß  dass die sehr teuer sind, aber vilt geht's dir besser...  Ich reagier auch total schnell drauf ..mal mehr, mal weiger... Aber jetzt nimm ich immer öfters Dao ein...

Danke, ich werde das in dem Fall mal versuchen. Aufgrund aller Beiträge in verschiedenen Foren habe ich bis jetzt angenommen, dass nur die Einnahme direkt im Zusammenhang mit Histaminaufnahme (sprich Essen) etwas bringt und ich wollte die teuren Daosin darum nicht sinnlos "einwerfen". Ich kann mir aber gut vorstellen, dass der bereits gestresste Darm es vielleicht mag, das Enzym in kleineren Portionen in regelmässigen Abständen verabreicht zu kriegen.


Wie geht's dir mit deiner Hepatitis c wenn ich fragen darf?

Nur auf die Leber bezogen, geht es mir trotz über 20 Jahren mit der Hepatitis C nicht schlecht, d.h. meine Leber hat bis jetzt kaum Schaden genommen. Vernünftige Ernährung und Ruhephasen sind dabei sehr wichtig, aber auch andere Faktoren. Mein Problem ist eher das Immunsystem, das ja dauernd gegen den Virus ankämpft und vermutlich deswegen gelegentlich auch Dinge als Gefahr sieht, die eigentlich keine sind. Nur so lässt sich erklären, dass ich z.B. plötzlich eine massive Knochenvereiterung in einem Gelenk hatte, für die es absolut keine medizinische Erklärung gab. Das Immunsystem kann aber bspw. harmlose Aknebakterien als riesengrosse Gefahr für den Körper deuten und dann, im Verlauf des Bekämpfungsprozesses, Entzündungen usw. produzieren. Ich (und auch kein Arzt) kann heute beurteilen, ob z.B. meine Erschöpfung und andere Symptome von der HIT, von der Hepatitis oder einer eventuellen Fibromyalgie kommen. Unser Körper - gerade das Immunsystem - ist dafür zu komplex. Also kümmere ich mich vorwiegend darum, problematische Faktoren möglichst auszuschalten und gleichzeitig aber auch zu gucken, dass nicht zuviel Frust aufkommt. Berufstätig sein könnte ich nicht mehr, da ich meinem Körper sofort Ruhe geben muss, wenn er dies verlangt und das lässt heute kein Job mehr zu. Die Tage sind so meist zu kurz...

Ich habe übrigens gestern in einem Artikel des Deutschen Ärzteblattes vom 25. Dezember 2006 zum ersten Mal gelesen, dass eine HIT als Folge einer Virushepatitis nicht unbekannt ist. Das hatte ich mir zwar schon gedacht, da es sich bei der Reaktion auf Histamin letzlich um eine Immunsystemreaktion handelt, es ist aber trotzdem angenehm, dies noch bestätigt zu sehen. Ich stelle den Link zum Artikel unten zur Verfügung, weil er auch für andere HIT-Betroffene von Interesse sein könnte.

Die verschiedenen Gesichter der Histaminintoleranz.pdf - Deutsches Ärzteblatt 25.12.2006
http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/pdf.asp?id=53958


Danke jacky für deine aufmunternden Testberichte hier in diesem Forum. Ich musste bei der Aufzählung deiner "Testspeisen" oft sogar lachen, habe aber gleichzeitig auch den Mut bewundert, mit dem du und natürlich auch andere hier im Forum neue Medikamente, "Nahrungsmittelergänzungen" usw. austesten. Solche Berichte ermutigen gerade Menschen, die neu mit der HIT konfrontiert sind, selber Sachen auszutesten, darüber Buch zu führen und ihre Erfahrungen dann mit anderen zu teilen.
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jacky
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« Antworten #7 am: Januar 11, 2011, 10:47 »

hi tira,   

ich finde es total super wie du mit deiner krankheit umgehst... und total motiviert nach vorm schaust...    aber das muss man eh, weil sonst verzweifelt man sehr bald.. 

und ja die DAO wirken auch nachträglich  oder auch vorbeuglich wenn  zu viel histamin im darm herum wandert was keiner braucht....

hoffe es geht dir bald besser ? danke fürs das pdf, schau mir das gleich mal an 
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Babs
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« Antworten #8 am: Januar 13, 2011, 21:31 »

Hallo Tira,

Auch ich habe vor über einem Jahr dieses Forum hier entdeckt und war froh darüber. Es hat mir sehr weitergeholfen.
Doch es gibt viele Lebensmittel die der eine verträgt und der andere wieder nicht. Jeder muss dies für sich selber testen.
Auch ich habe sehr auf meine Ernährung geachtet und war am Anfang ratlos, dass ich nun die "gesunden" Produkte weglasse sollte.
Doch ich habe sehr konsequent über ein halbes Jahr ein Ernährungstagebuch geführt, oft nur ein bestimmtes Lebensmittel ausprobiert anstelle drei verschiedene Dinge zu essen, um genau herauszufinden, wie ich reagiere.
Es war mühsam, doch es hat sich gelohnt. Meine Energie, die ich früher hatte, ist zurückgekehrt. Nach dem Mittagessen wollte ich immer nur ein "Schläfchen" halten, weil ich müde war. Das gibt es jetzt nicht mehr. Bin fit und fühle mich wie ausgewechselt. Und dies, obwohl ich viele der ja so gesunden Nahrungsmittel gestrichen habe. Sie sind eben nicht für jedermann gesund.
Hoffe, du findest hier im Forum viele Antworten auf deine Fragen und es geht dir bald besser.
schöne Grüße Barbara
   
 
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tira
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« Antworten #9 am: Januar 15, 2011, 23:37 »

Doch ich habe sehr konsequent über ein halbes Jahr ein Ernährungstagebuch geführt, oft nur ein bestimmtes Lebensmittel ausprobiert anstelle drei verschiedene Dinge zu essen, um genau herauszufinden, wie ich reagiere.

Danke für deine Antwort, Babs

Mein Problem mit einem Ernährungstagebuch ist vorallem die Auswertung eines solchen. Wenn Histamin bis zu 72 Stunden später noch Reaktionen verursachen kann, wie soll ich dann die Reaktionen überhaupt noch einem Lebensmittel oder Getränk zuordnen können, ausser ich esse 3 Tage lang ausschliesslich nur 1 Lebensmittel? Das mag bei Dingen, die man gut ohne was anderes essen kann einfacher, bei anderen aber schwer machbar sein. Darum habe ich auch das Gefühl, dass ich die nicht unmittelbar erfolgten Reaktionen jeweils gar nicht mehr oder auch falsch zuordnen kann.
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« Antworten #10 am: Januar 17, 2011, 12:51 »

Also meine Erfahrung mit solchen Tagebüchern ist, dass du am Anfang nichts damit anfangen kannst. Dass ist aber gar nicht schlimm, weil du sie ja über einen längeren Zeitraum führst, und wenn du dann mal reinschaust, kannst du auch gewisse Muster erkennen, zumindest müsste dass dan möglich sein und wenn du eben gewisse Probleme immer bekommst wenn du was gegessen hast, weißt du Bescheid. Eigentlich dürfte das bei durchschnittlicher Variation im Essen möglich sein.
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« Antworten #11 am: Januar 17, 2011, 14:37 »

wenn du am anfang schwierigkeiten hast, dann kannst ja mal einen ausschnitt des tagebuches hier reinstellen und ein paar "erfahrene" können vielleicht etwas herauslesen.
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tira
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« Antworten #12 am: Januar 18, 2011, 16:34 »

Ja ich weiss, dass ihr mit dem Führen eines Tagebuches richtig liegt... Ich muss wohl einfach meine Einstellung dazu noch etwas ändern. Das Problem dabei ist mein Perfektionismus, der mir auch bei anderen Dingen in die Quere kommt. Wenn ich dann bei meinem Tagebuch einmal einen Eintrag vergesse, habe ich das Gefühl, das ganze Tagebuch sei jetzt dadurch nutzlos, weil es nicht mehr vollständig und dadurch nicht mehr "perfekt" ist. Auch mein Anspruch an das Auswerten eines Tagebuches ist da wohl viel zu hoch.

Zumindest merke ich nach 1 Monat täglicher Einnahme von Omniflora (Darmflora-Aufbau), Vitamin C, Aerius (2,5 mg) und seit 1 Woche nun auch täglich 2-3 Daosin (nicht nur zum Essen) eine Besserung bzw. ich reagiere nicht mehr so heftig wie anfangs.
@Jacky: Danke nochmals für den Tipp mit der täglichen Daosin-Einnahme. Ich wäre nicht selber darauf gekommen, da überall (auch in Foren) steht, man solle sie mit dem Essen einnehmen.

Was ich auffällig finde ist, wie gross mein Hunger auf histaminhaltige Lebensmittel geworden ist. Mein gedankliches Schlaraffenland besteht aus Wasserfällen von frischer Tomatensauce und von den Bäumen rieselt es 48 Monate alten Parmesan. Darum bestehen meine "Ausrutscher" dann momentan auch aus so Dingen wie etwas 12 Monate altem Parmesan über Pesto-Nudeln. Wenn ich 2-3 Stunden danach noch 600 mg Ibuprofen nehme, scheine ich die Migräne blocken zu können, die bei Eintritt dann 1200-1800 mg Ibuprofen erfordern würde. Ich habe auch bemerkt, dass mich das Essen von Parmesan innerlich nervös macht, was mir zuvor nicht auffiel. Von weisser Schokolade muss ich die Finger lassen, denn ich kann mich da heute nicht mehr bremsen - war früher kein Problem. Nach einer ganzen Tafel kriege ich jedoch Flush, leichtes Herzklopfen und (wie auch nach dem Parmesan) Migräne.

Was ich an Symptombekämpfung noch nicht wirklich im Griff habe, ist mein Mundwinkel, der seit über einem Monat immer wieder aufgeht. Ich habe bisher Panthenol in oraler und Salbeform (Bepanthen) getestet und ein dermatologisches Produkt, dass ich als Muster bei der Allergologin erhalten hatte. Hat jemand von euch damit auch Probleme gehabt und weiss für die Behandlung etwas besseres und vielleicht auch pflanzliches?

Weiter bin ich auch nicht ganz schlau geworden aus all den Infos über Vitamin B6 und konnte bisher nur den Schluss daraus ziehen, dass die Wirkung umstritten ist und die "Fachleute" sich darüber nicht einig sind. Auch Produkte wie "Betacur" und "Mucosa Formula" beeinhalten Vitamin B6. Offensichtlich nehme ja einige von euch hier im Forum eines dieser Produkte ein. Ich habe mir darum jetzt Vitamin B6 gekauft um zu testen, ob das die HIT beeinflusst. Leider habe ich aufgrund meiner Lebenssituation momentan nicht die Möglichkeit, meinen "Vitaminspiegel" überprüfen zu lassen - ein wenig Vitamin B6 wird mir bestimmt nicht schaden.
« Letzte Änderung: Januar 18, 2011, 16:39 von tira » Gespeichert
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« Antworten #13 am: Januar 18, 2011, 16:45 »

ich habe auch des öfteren probleme mit eingerissenen mundwinkeln. leider hilft mir da auch nicht viel außer vielleicht bepanthen salbe und diät halten.

könnte es sein, dass du noch andere unverträglichkeiten/allergien hast?
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tira
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« Antworten #14 am: Januar 18, 2011, 18:39 »

ich habe auch des öfteren probleme mit eingerissenen mundwinkeln. leider hilft mir da auch nicht viel außer vielleicht bepanthen salbe und diät halten.

Seit meiner massiven Reaktion auf den Uncle Ben's Tomatenreis (ganzer Mund- Rachenraum voll mit Blasen wie bei einer Verbrennung/Verätzung), der mich letztlich zum DAO-Test (und negativem Tomatetest) brachte, habe ich das Mundwinkel-Problem nicht mehr in den Griff gekriegt. Neben der Migräne scheint dies momentan meine erste Reaktion auf Histamin zu sein, die innerhalb von bis zu 3 Stunden eintritt. Danach genügt tagelang auch schon nur ein Gähnen, um den Mundwinkel wieder einreissen zu lassen.

könnte es sein, dass du noch andere unverträglichkeiten/allergien hast?

Sicher kann ich mir bezüglich anderen Unverträglichkeiten/Allergien natürlich nicht sein, aber mein "Allergien-Tagebuch", das nun über 40 Jahre umfasst, zeigt deutlich auf, dass ich schon als Kind teilweise auf histaminhaltige Lebensmittel reagiert habe und dass es immer wieder Steigerungen gab, die meistens in Zeiten mit grossem psychischen Stress erfolgten. Es scheint auch eine gewisse genetische Disposition da zu sein, weil meine Mutter, meist in sehr abgeschwächter Form, auf ähnliche Art und Weise reagiert. An dieser Stelle möchte ich zu den Erkrankungen meiner Mutter auch etwas schreiben, um vielleicht anderen Frauen, die dazu Infos suchen, irgendwie ein wenig weiterzuhelfen, da die Informationen zu den nachfolgenden Themen relativ schwer zu finden sind bzw. kaum existieren (vorallem deutschsprachige).
Meine Mutter hat u.a. seit vielen Jahren Reflux, der mit einem H2-Blocker bekämpft wird. Zusätzlich leidet sie nun unter einer "Vestibulitis", deren Behandlung für die meisten Ärzte noch unbekannt und relativ unerforscht ist. Da es sich um eine Schmerzerkrankung im Genitalbereich handelt, besteht diesbezüglich ein gesellschaftliches Tabu, obwohl seit vermutlich Jahrhunderten sehr viele Frauen davon betroffen sind. Mir ist aber bei tagelangen Recherchen aufgefallen, dass auch immer wieder Frauen mit HIT von unerklärlichen Vulva-Schmerzen betroffen sind, was dadurch zu erklären sein könnte, dass die Histaminausschüttung ins Gewebe Schmerzzustände auslösen kann. Mitbeteiligt könnte auch Oxalat (Oxalsäure) sein, das in gewissen Lebensmitteln (z.B. Spinat) - manchmal auch zusammen mit Histamin - in höheren Mengen vorhanden ist. Ich forsche momentan noch selbst bezüglich den biochemischen Zusammenhängen von Histamin und Oxalat, weil  mir mein Instinkt sagt, dass da welche bestehen. Auch das Thema "Freisetzung von Histamin ins Gewebe" interessiert mich nun sehr, weil dies eines meiner Hauptprobleme zu sein scheint. Vermutlich hat sich bei mir die HIT jahrelang nur in dieser Form gezeigt und die Ärzte haben entweder alles auf meine Hepatitis C geschoben oder schlichtweg nach vielen negativen Tests (Rheuma, Gicht, Psoriasis-Arthritis, Kryoglobuline bei HCV usw.) keine Antworten gefunden. Ich habe aber bereits 15 Jahre vor meiner Infektion mit HCV (Hep C) spontan als 9-Jährige Gelenksentzündungen und Knochenvereiterungen entwickelt, die sich kein Arzt erklären konnte und die mich damals auf die Kinderintensivstation brachten. Danach hatte ich jahrelang gar nichts mehr, ausser Probleme mit Antibiotika, da ich damit vollgestopft wurde, weil den Ärzten nichts anders einfiel. Meine Penicillin-Allergie wurde auch damals festgestellt. Es würde mich übrigens interessieren, wieviele hier in diesem Forum auf Penicillin allergisch reagieren.
Auf jeden Fall sehe ich Zusammenhänge zwischen der HIT und einem "allgemein überaktiven" Immunsystem, das bei mir zusätzlich von der Hepatitis C angeheizt wird. Ich denke aber auch, dass "unsere Mediziner" eigentlich recht wenig über unser Immunsystem wissen, manchmal auch offensichtliche Zusammenhänge gar nicht mehr sehen, weil sie mittlerweile einen Tunnelblick haben und aufgrund der finanziellen Situation des Gesundheitssystems (zumindest in ganz Westeuropa) auch überhaupt nicht motiviert sind, nach Antworten zu forschen.

Mich würde im Zusammenhang mit der HIT sehr interessieren, wieviele von euch unter Schmerzuständen irgendeiner Form leiden oder litten.

...ich weiss, dass ich hier sehr viele Fragen stelle, ich denke jedoch, dass wir als Betroffene uns eben oftmals selbst helfen müssen. Zumindest ich habe alle wirklich guten Tipps bezgl. der HIT hier und teilweise auch in anderen Foren gefunden und so verhält es sich auch mit vielen anderen Fragen. Darum nochmals herzlichen Dank für alle eure Beiträge und Antworten! Ich hoffe, dass möglichst viele Menschen von unserem Informationsaustausch profitieren können und antworte gerne auch auf Privatnachrichten, falls jemand Fragen zu den von mir angeschnittenen Themen hat.
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